DB 420
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Rekordverdächtig sind die 28 Jahre in denen der ET 420 fast
unverändert beschafft wurde. Als Weiterentwicklung des ET 427 von 1964
entstand die Baureihe 420/421. Die erste große Serie wurde 1970 bestellt und
erlebte ihre Bewährungsprobe im Einsatz während der Olympischen Spiele von
München im Jahre 1972. Es folgten weitere Fahrzeuge für die S- Bahnnetze
Rhein/Ruhr, Stuttgart und Frankfurt. Erst 1997 endete die Beschaffung. Kurz
danach begann dann auch schon die Ausmusterung von Fahrzeugen aus den ersten
Serien. Eine Einheit besteht aus zwei Triebwagen (420) und
einem motorisierten Mittelwagen (421). Planmäßig werden bis zu drei
Einheiten zusammen gekuppelt. Es gab ursprünglich drei Farbvarianten, von
denen die kieselgrau/blauen nur in München liefen, während die kieselgrau/orangen
überall auftauchten. Die Farbvariante kieselgrau/purpurrot, die für
Frankfurt vorgesehen war, wurde aber zu Gunsten der damaligen offiziellen S-
Bahnlackierung kieselgrau/orange aufgegeben. Bei Revisionen erhielten alle
Fahrzeuge diesen Anstrich, der später durch einen gelben Zierstreifen
aufgelockert wurde. Es gab dann auch noch eine Sonderlackierung für die S-
Bahnen zum neuen Münchner Flughafen. Inzwischen wurden alle Fahrzeuge auf
"Verkehrsrot" umgespritzt.
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Nebenstehende Aufnahme entstand am 14.5.1986 und zeigt den 420118 in der
weiß/blauen Münchner Lackierung.
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Historisch sind Einsätze von ET420 als S Bahn Rhein/Ruhr. Die
nebenstehende Aufnahme zeigt 420151 im Kölner Hbf am 7.9.81.
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420304 fährt am 2.12.1994 aus dem Düsseldorfer Hbf aus. Ein Fahrzeug, das
bereits ab Werk in der Lackierungsvariante mit dem gelben Zierstreifen
ausgeliefert wurde.
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Jahrelang war das AW Bad Cannstatt für die Ausbesserung der 420er
zuständig. Zwischenzeitlich wurden die Anlagen abgerissen und das Gelände an
Daimler verkauft, die dort Motoren produzieren. Am 8.6.1985 war die Welt aber
noch in Ordnung und 420811 harrt der Ausbesserung.
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In den achtziger Jahren wohnte ich in Waiblingen und hatte es nicht weit zu
diesem Streckenpunkt zwischen Fellbach und Waiblingen, wo Rems- und Murrbahn
auseinander gefädelt werden. Dies war immer ein neuralgischer Punkt im
östlichen Streckennetz von Stuttgart. Um diesen Engpass zu entschärfen, hat
man zwischenzeitlich ein fünftes Gleis gelegt. Als S3 fährt 420794 am
10.6.1989 Richtung Backnang.
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Auch hierher war es nicht weit: Hoch über der Rems bei Waiblingen Neustadt
fährt ein Kurzzug am 17.6.1989.
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Bei Beutelsbach begegnete mir 420373 am 4.8.1989 als S2. Bei näherer
Betrachtung des Bildes fiel mir der Zugzielanzeiger auf: Oberaichen war nur
kurze Zeit Endpunkt der S- Bahn, die dann schon bald erst am Flughafen endete.
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Noch eine Aufnahme, die ich bei Waiblingen Neustadt gemacht habe. 420820 am
Silvestertag des Jahres 1989 auf dem Weg Richtung Stuttgart.
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Bei Rommelshausen habe ich am 17.5.1990 diese Aufnahme von einem
unbekannten 420 gemacht. Im Hintergrund die Häuser von Weinstadt und die
Weinberge des Remstales.
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Ende April 1993 konnte man auf dem Stuttgarter S- Bahn zu ganz besonderen
Fotos kommen: Nach einer Entgleisung im Bw Plochingen wurde festgestellt, daß
die Radreifen vieler S- Bahnzüge nicht mehr das erforderliche Maß hatten.
Die umgehende Abstellung hatte zur Folge, daß nicht nur Münchner Züge, wie
hier in Waiblingen fotografiert, zum Einsatz kamen, sondern daß auch
lokbespannte Züge aushelfen mußten. Das Chaos kann man sich vorstellen!?
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Und hier 420409 als Vertreter der modernisierten Triebwagen in verkehrsrot,
aufgenommen am 1.9.09 bei der Ausfahrt aus Schorndorf.
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